Archive for August, 2009

Kampf gegen das „böse“ Internet

Bundesfamilienministerin Frau von der Leyen hat sich zum wiederholten Male gegen den „rechtsfreien Chaosraum“ Internet ausgesprochen und dass man nun endlich Maßnahmen ergreifen müsse, um der dort vorherrschenden Gewalt, Brutalität und für den Nutzer zugänglichen illegalen Seiten mit sexuellem Inhalt Einhalt zu gebieten. Dieses Vorhaben ist an sich wahrscheinlich sogar lobenswert, allerdings dürfte es kaum zu realisieren sein, schon alleine aus rechtlichen Gründen. Schon jetzt werden zum Beispiel auf russischen Internetseiten kostenlos die neuesten Kinofilme zum Ansehen angeboten, und obwohl dieses bekannt ist, hat man hierzulande gar nicht die rechtlichen Mittel, solche Seiten zu verbieten. Bei Webseiten, die als pornografisch oder Gewalt verherrlichend angesehen werden, sieht es ähnlich aus. Es ist sicherlich auch richtig, gegen Webseiten vorzugehen, die Kinderpornos oder ähnliche „Schweinereien“ darstellen, aber man darf auch nicht grundsätzlich das Recht auf freie Meinungsäußerung beschneiden, wie es bei manch anderen Internetseiten angedacht wäre. Grundsätzlich sollte man den Bürger schon noch als mündig ansehen, dass er selber entscheiden kann, was er sich im Internet anschaut und was er wie bewertet, immer vorausgesetzt, es handelt sich um keine illegalen Angebote. Die Kinder kann man heute bereits größtenteils insoweit schützen, dass bestimmte Internetseiten gesperrt werden, nur dieses muss Zuhause individuell in der Verantwortung der Eltern erfolgen, und nicht vom Staat geregelt werden.

Wenn Frau von der Leyen das Internet als eine Art von rechtsfreien Raum bezeichnet, wo man ohne Grenzen beleidigen könne, so ist dieses übrigens nicht einmal richtig. Im Internet gelten mittlerweile zum Beispiel im Hinblick auf Beleidigungen die gleichen Gesetzte, wie in der „realen“ Welt. Wer also eine Person in einem Chat zu Beispiel als „dumme Sau“ bezeichnet, muss mit einer Klage rechnen und kann natürlich bei entsprechender Beweislage auch zur Zahlung eines Bußgeldes verurteilt werden. So rechtsfrei ist das Internet also nicht in allen Bereichen, wie es manchmal gerne dargestellt wird, man muss eben nur die jeweiligen Recht und Bedingungen kennen. Davon abgesehen, dass der Vorschlag hinsichtlich einer staatlichen Kontrolle sicherlich einen negativen Beigeschmack hat, da ohnehin in vielen Bereichen schon viel zu viel kontrolliert wird, stellt sich auch die Frage, wer diese Kontrolle in der Praxis übernehmen soll und wie diese aus technischer Sicht genau funktionieren soll. Wie schon gesagt, die Bundesregierung wird aus heutiger Sicht nicht verhindern können, dass zum Beispiel ein Webseitenbetreiber aus Russland „unschöne“ Dinge auf seiner Homepage verbreitet. Zur Klarstellung: Es steht außer Frage, dass man gegen illegale Machenschaften im Internet auf scharfe Weise vorgehen muss. Nur droht durch eine allgemeine Kontrolle eine Vereinheitlichung, die sicherlich so nicht gewollt sein kann und auch nicht durchgeführt werden sollte, sonst ist ganz schnell wieder vom „Überwachungsstaat“ die Rede.

Alles zur “Internet-Zensur”:
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Die Angst der Politiker vor dem Internet
Zensursula, Indien, Microsoft und die Lüge in der Politik
Deutschlands Blogs – Hand in Hand mit Zensurula
Zensursula wird ausgeweitet
Bei Google kann (fast) jeder Zensursula spielen – Das Farliblog
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Unternehmen vernichten weltweit Millionen von Jobs

Eine deutlich spürbare Auswirkung hat die Wirtschafts- und Finanzkrise bereits jetzt gezeigt, nämlich dass immer mehr Unternehmen dazu übergehen, massiven Abbau von Arbeitsplätzen zu betreiben. Es kann dabei auch nicht ausgeschlossen werden, dass nicht wenige Unternehmen gerade diese Krise zum Anlass nehmen, „endlich“ die Anzahl der Mitarbeiter zu reduzieren, auch wenn dieses aus wirtschaftlicher Sicht gar nicht notwendig wäre, die Existenz des Unternehmens also in keinster Weise gefährdet wäre. Sicherlich ist es für viele Verbraucher daher ganz interessant zu wissen, welche Unternehmen weltweit betrachtet im Jahre 2009 die meisten Arbeitsplätze und somit die Jobs vernichten. Die betroffenen Arbeitnehmer haben leider nur selten eine Möglichkeit, sich gegen den Wegfall ihres Arbeitsplatzes zur Wehr zu setzen. Die Verbraucher können sich allerdings mitunter insoweit solidarisch zeigen, dass sie auf andere Produkte zurückgreifen, denn aufgrund der Konkurrenz am Markt stehen glücklicherweise in der Regel für ein Produkt und eine Dienstleistung verschiedene Anbieter zur Verfügung.

Auf dem letzten Platz dieser „Hitliste“ der Top-30 Unternehmen beim Stellenabbau liegt der US-Konzern Starbucks, wobei der „letzte Platz“ in diesem Fall ausnahmsweise positiv ist. Der Cafehaus-Betreiber wird in diesem Jahr insgesamt rund 6.700 Stellen abbauen, und das trotz einer Gewinnsteigerung im letzten Quartal. Da sicherlich vor allen Dingen die Top-Ten Plätze dieser unrühmlichen Hitliste interessieren, sollen die Plätze 29-11 in absteigender Reihenfolge nur kurz namentlich erwähnt werden: Macy’s, ING Group, Home Depot, Hitachi, HSBC, IBM, TDK, Sprint Nextel, Schaeffler, Pfizer, UBS, Pioneer, Boeing, United Technologies, PSA Peugeot Citroen, Royal Bank of Scotland (RBS), J.P. Morgan, Panasonic und Metro. Auf den ersten Blick fällt hier auf, dass besonders Unternehmen aus den USA massiv Stellen abbauen, was aber natürlich auch daran liegt, dass in den Vereinigten Staaten viele Weltfirmen ansässig sind. Bei der „höchstrangigen“ deutschen Firma, der Metro AG, sollen übrigens rund 15.000 Stellen nur in diesem Jahr gestrichen werden, was dem Unternehmen Platz 11 „einbringt“.

Auf dem 10. Platz der „Jobvernichter-Rangliste“ befindet sich die British Telecom. Auch hier sollen rund 15.000 Stellen gestrichen werden, wobei man noch dazu sagen muss, dass das Unternehmen bereits im letzten Jahr (2008) schon 15.000 Jobs vernichtet hat. Auf den Plätzen 9-6 folgen die Unternehmen Alcoa mit einem Stellenabbau in 2009 von ebenfalls 15.000 Arbeitsplätzen, Merck mit ca. 16.000 Arbeitsplätzen, der US-Minenkonzern Anglo American mit rund 19.000 Stellen und auf Platz sechs befindet sich der Autobauer Nissan mit einem geplanten Abbau von rund 20.000 Arbeitsplätzen. Den fünften Platz belegt der japanische Elektronik Konzern NEC, der trotz einem erwarteten positiven Ergebnis für 2009 insgesamt rund 20.000 Stellen streichen will – aus Laiensicht sicherlich völlig unverständlich. Zwischen 20.000 und 25.000 Stellen muss/möchte der Hersteller von Nutzfahrzeugen, Caterpillar, abbauen. Das Unternehmen, welches auf den dritten Platz der Rangliste kommt, ist hierzulande sicherlich relativ unbekannt. Es handelt sich um den zweitgrößten Elektronikhändler aus den Vereinigten Staaten, Circuit City. Das Unternehmen wird 2009 aufgrund seiner Insolvenz alle 30.000 Mitarbeiter entlassen müssen. Dafür finden wir auf dem zweiten Platz einen „guten alten Bekannten“ wider, nämlich den Automobilbauer GM (General Motors). Hier kostet die offensichtliche Inkompetenz einiger Manager rund 47.000 Menschen ihren Job. Der erste Platz ist sicherlich eine ziemliche Überraschung. Diese belegt keine Bank oder kein Automobilkonzern, sondern die russische Eisenbahn. Von den insgesamt 1,2 Millionen Mitarbeitern müssen in diesem Jahr rund 54.000 ihren „Hut nehmen“.

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Wasser wird das Öl der Zukunft sein

Ein immer aktuelles Thema ist der große Bereich des Energiesparens, des Ernergieverbrauchs und der neuen Energien. Wasser zum Beispiel ist zum einen in Form der Wasserkraft bereits in vielen Ländern der Erde ein stark genutzter Energielieferant, in Form von Trinkwasser ist es allerdings auch jetzt schon in nicht wenigen Ländern der Erde knapp. Grundsätzlich handelt es sich zwar beim Wasser um ein endliches Gut, aber es steht in Form der Meere und Flüsse eigentlich zur Genüge zur Verfügung. Das Problem besteht darin, dass man Meerwasser nicht als Trinkwasser nutzen kann, sondern durch derzeit noch sehr teure Filteranlagen muss das Wasser erst aufbereitet werden, damit man es trinken kann. Experten sagen voraus, dass das Wasser (Trinkwasser) bis zum Ende dieses Jahrhunderts das Öl als begehrtesten „Rohstoff“ (neben Gold) ablösen wird. Es werden sogar Horror-Szenarien aufgezeichnet, in denen ganze Kriege nur um Wasser geführt werden. Wenn man sich diese Tatsachen einmal bewusst macht, ist es umso erschreckender, wie sorglos im Allgemeinen immer noch mit dem Trinkwasser umgegangen wird bzw. man kann hier mitunter nur noch von purer Verschwendung sprechen.

Dazu passt eine jetzt vom der WWF veröffentlichte Studie, dass alleine jeder Bundesbürger im Schnitt an einem einzigen Tage eine Wassermenge, wohl gemerkt Trinkwasser, verbraucht, mit der man 25 Badewannen füllen könnte. Es ist hier also von einem Verbrauch von 5.300 Litern pro Kopf die Rede, und das an einem einzigen Tag. Somit verbrauchen die Deutschen bei Rund 82 Millionen Einwohnern die unglaubliche Zahl von 434 Milliarden Liter Wasser am Tag, in Zahlen: 434.600.000.000 Liter. Wenn man diese Zahl auf ein Jahr umrechnet, so werden knapp 160 Milliarden Kubikmeter Wasser im Jahr verbraucht, was in etwa dem dreifachen Inhalt des Bodensees entsprechen würde. Nun wird sicherlich jeder Bürger sagen, er brauche niemals 5.300 Liter Wasser am Tag. Dazu muss man sagen, dass nicht nur das genutzte Trinkwasser zum Trinken, zur Körperpflege, zum Waschen oder zum Wasser erhitzen mit in die Statistik fällt, sondern auch das so genannte „virtuelle Wasser“. Dabei handelt es sich um Wasser, welches von der Industrie zur Produktion und Einfuhr von Gütern benötigt wird. Positiv ist zu erwähnen, dass sich der direkte Wasserverbrauch in Form von Wasser zum Trinken oder zum Duschen, in den letzten Jahren reduziert hat und in etwa bei 124 Liter pro Tag und Person liegt.

Bei diesen Größenverhältnissen ist es also in erster Linie die Aufgabe der Industrie, neue Möglichkeiten zu finden, um die enormen Mengen an Wasser zu reduzieren, am besten sehr deutlich. Aber auch der Einzelne kann zur Reduzierung des Wasserverbrauchs beitragen, denn immerhin sind auch 10 gesparte Liter am Tag im Privathaushalt insgesamt pro Tag 820 Millionen gesparte Liter in Deutschland.

Quelle: http://www.rp-online.de/public/article/wirtschaft/news/740215/Deutsche-verbrauchen-taeglich-25-Badewannen-Wasser.html