Archive for the ‘Allgemeines’ Category

Endlich Vollbeschäftigung?

Noch sind die Arbeitslosenzahlen im Hinblick auf die bestehende Wirtschaftskrise sehr moderat angestiegen, was viele Experten als gutes Zeichen werten. Dennoch besteht im Grunde Einigkeit darüber, dass die Zahlen in den nächsten Monaten und im nächsten Jahr noch recht deutlich ansteigen werden, weil dann unter anderem bei vielen Unternehmen auch die Kurzarbeit bzw. das vom Staat erhaltene Kursarbeitergeld ausläuft. Pessimisten befürchten den Anstieg der Arbeitslosenzahlen auf rund fünf Millionen Euro. In dieser Situation verwundert umso mehr die Aussage des SPD-Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier, der bis zum Jahre 2020, also in gut 10 Jahren, rund vier Millionen (!) neue Arbeitsplätze schaffen möchte. Es wurde sogar von einer angestrebten Vollbeschäftigung gesprochen. Ist das wieder nur eins der üblichen versprochenen Dinge vor Wahlen, oder kann man es wirklich schaffen, die Arbeitslosenzahlen innerhalb eines Jahrzehnts um vier Millionen Bundesbürger zu reduzieren? Die Frage, die sich viele Bürger sicherlich mit Recht stellen ist, warum bisher in dieser Legislaturperiode, in der die SPD immerhin mit an der Regierung beteiligt gewesen ist, noch so gar nichts von den Zukunftsplänen realisiert werden konnte. Es wird hier nun sicherlich die Wirtschaftskrise als Argument kommen, aber diese besteht erst seit knapp einem Jahr – und was hat die SPD die drei Jahre zuvor gemacht?

Wo genau sollen nun diese Arbeitsplätze herkommen? Laut Herrn Steinmeier sollen alleine zwei Millionen neue Stellen im Bereich der Industrie, vor allen Dingen im Bereich der „grünen Industrie und Energieversorgung, also zum Beispiel bei der Wind- und Wasserkraftnutzung, entstehen. Eine weitere halbe Millionen neuer Arbeitsplätze soll jeweils im Handel- und Dienstleistungsgewerbe und in der Kreativwirtschaft entstehen. Die „letzte“ Millionen soll durch neue Arbeitsplätze im Gesundheitssystem erreicht werden, wo die Anzahl an Pflegekräften deutlich aufgestockt werden soll. Beim derzeitigen Mangel an Pflegepersonal ist das sicherlich ein guter Vorsatz, nur fragt es sich, ob da auch die Arbeitgeber mitspielen, denn sie tragen letztendlich die Kosten und nicht die Politik. Gerade im Bereich der Pflege, wo angeblich ein Potential von einer Millionen neuen Stellen steckt, können die Vereine und Unternehmen kaum noch wirtschaftlich arbeiten. Nicht umsonst machen viele Krankenschwestern, Ärzte und sonstige Pflegekräfte schon jetzt viele Überstunden, weil eben kein Geld für mehr Mitarbeiter vorhanden ist. Unterstützung könnte eventuell von der Front kommen, dass zukünftig vielleicht die Zivildienstleistenden als Hilfskräfte im Pflegebereich wegfallen, denn wenn keine Wehrpflicht mehr besteht, gibt es natürlich auch keinen Zivildienst im bisherigen Sinne mehr. Nur den Zivildienstleistenden bezahlt der Bund, den neuen Mitarbeiter alleine der Arbeitgeber. Es darf also stark bezweifelt werden, dass viele Zivildienstleistende durch „normale“ Pflegekräfte ersetzt werden würden.

Etwas ironisch klingt das Ziel der Vollbeschäftigung auch vor dem Hintergrund, das schon heute nicht wenige Stellen als solche bezeichnet werden, von denen der Arbeitnehmer gar nicht leben kann. In der Arbeitslosenstatistik tauchen keine Ein-Euro-Jobber auf, keine Arbeitslosen ab einem bestimmten Alter oder einer bestimmten Dauer und zudem gibt es immer mehr Menschen, die zwar einen Vollzeitjob haben, aber dennoch zusätzlich staatlich Unterstützung brauchen, weil der Lohn nicht ausreicht, um die Lebenskosten zu decken. Will man also einen Krankenpfleger, der dann zukünftig vielleicht für fünf Euro in der Stunde arbeitet, auch in die „neu geschaffenen“ Arbeitsplätze einordnen, dann könnte man dem Ziel von vier Millionen neuer Arbeitsplätze sogar wirklich näher kommen. Nur ist das kein Selbstbetrug?

Weitere Beiträge zum Thema:
Steinmeiers Visionen von Vollbeschäftigung ein alter Hut
Was ist Vollbeschäftigung?
Vollbeschäftigung – die SPD verschießt das Pulver
Populistisch Vollbeschäftigung
Steinmeier und das Versprechen von Vollbeschäftigung

Arbeiten wir bald alle bis zu unserem Tod?

Es gibt nicht wenige Menschen, die sich Unsterblichkeit wünschen. Zu dieser Vielzahl von Menschen ist mit Sicherheit am gestrigen Dienstag noch mindestens eine Person hinzu gekommen, nämlich ein Mitarbeiter der Bundesbank. Dieser ließ tatsächlich verlauten, dass man in gut 50 Jahren das Rentenalter nochmals erhöhen müsse, und zwar bis zum 69. Lebensjahr. Würde man nun unsterblich sein, wäre doch hier ein deutlich höheres Potential gegeben, warum dann also nicht arbeiten bis man 100, 200 oder 300 Jahr alt ist? Oder um es aus heutiger Sicht zu sagen: Nur bis 69? Warum denn nicht einfach so lange arbeiten, bis man stirbt oder voll erwerbsunfähig ist und sich entweder körperlich kaum noch bewegen kann oder geistige Störungen hat. Etwas stutzig macht einen an solchen Vorschlägen oftmals, neben vielen anderen Merkwürdigkeiten, dass diese fast immer von Personen kommen, die in der glücklichen Lage sind, aufgrund ihres – nennen wir es mal: körperlich nicht besonders anstrengenden Jobs (Bundesbank)- überhaupt die Rentenzeit bis zum 65. Lebensjahr erfüllen zu können. Zwei Drittel aller Bundesbürger erreichen heutzutage gar nicht mehr die Rentenzeitgrenze von 65 Jahren, sondern sind bereits deutlich vorher berufsunfähig, arbeiten nur noch Teilzeit oder sind bereits im Vorruhestand. Und die wenigen Menschen, die wirklich körperlich und geistig noch so fit sind, dass sie es bis zum 65. Lebensjahr schaffen zu arbeiten, die sollen nun in Zukunft noch vier Jahre länger arbeiten?!

Das Leben ist kein Wunschkonzert, dass weiß wohl inzwischen Jeder. Aber muss man denn wirklich nur noch leben um zu arbeiten, oder sollte die Devisen nicht eigentlich lauten: Arbeiten um leben zu können? Es ist sicherlich kein schönes Gefühl, wenn man gerade mit durchschnittlich 22 Jahren seine Berufsausbildung abgeschlossen hat, in den Beruf einsteigt und weiß, man muss nun noch 47 Jahre arbeiten, bevor man in den dann sicherlich mehr als wohlverdienten Ruhestand gehen kann. Einmal von den moralischen und emotionalen Faktoren abgesehen: was bringt denn eine theoretische Rentengrenze von 69 Jahren, wenn in der Praxis schon jetzt beim Eintrittsalter von 65 Jahren nur noch ein Drittel aller Arbeitnehmer in Vollzeit beschäftigt sind? Da die Menschen ab 65 Jahren sicherlich nicht gesünder werden, dürften dann Schätzungen zufolge noch tatsächlich rund 10-15 Prozent das dann geltende Renteneintrittsalter von 69 Jahren überhaupt erreichen können. Ferner bedeutet das auch, auf Arbeit wartende Bürger, wie Arbeitslose oder Personen mit gerade abgeschlossener Ausbildung, müssten dann mal eben vier Jahre länger warten, bis sie den Arbeitsplatz eines ausscheidenden Rentners einnehmen können. Selbst die Politiker, die ansonsten auch schon einmal für Vorschläge dieser absurden Art bekannt sind, laufen Sturm gegen diesen Vorschlag. Es ist wirklich sehr schade, dass man sich in wirklich nicht leichten Zeiten mit solchen undurchdachten Äußerungen beschäftigen muss, als gäbe es keine anderen Probleme, die man derzeit zu lösen hätte. Aber so wird es wohl immer sein, es muss immer Personen geben, die ins Rampenlicht möchten und drauf los reden, statt einfach mal vorher zu überlegen, was sie eigentlich sagen. Falls es keine unbedachte Äußerung war, sondern der Vorschlag wirklich ernst gemeint gewesen ist, bleibt an dieser Stelle nur zu sagen: Herr Bundesbank-Mitarbeiter, mein Mitleid ist Ihnen sicher!

Interessante Beiträge:
Rente mit 67 – Die Fakten sprechen kalr dagegen
Rente mit 67 bleibt. Basta.
Kein Wahlkampf mit der Rente
Rente mit 67 – Aus durch Wirtschaftskrise?

Suggest nun auch bei Google

Viele kennen die Suggest Funktionen im Suchfeld bei bekannten Seiten wie Amazon.de … die einem beim Eintippen eines Wortes die häufigsten Begriffe für die eingetippten Buchstaben angibt.

Gibt man zum Beispiel Uh ein so werden Uhren und viele weitere Begriffe angezeigt, die mit Uh beginnen. Für viele ist dies sicherlich eine Vereinfachung um auch weitere Begriffe zu finden, auf die man normalerweise nicht gekommen wäre.

In wie weit sich das durchsetzten wird und in wie weit der Anfänger sein Suchverhalten sich verbessert um sein gesuchtes Ziel zu finden, wird sich nur mit der Zeit klären lassen.

Viele SEOs (Suchmaschienen Optimierer) klagen über Besucherschwund von Single-Keys Traffic, da viele Surfer eher eine 2 oder 3 Wort-Kombination sich aussuchen, anstatt nur ein Singlewort zu googeln.

Weitere Quellen: Internetente | Prometeo | Seo-Gold | Seo-United | Webthreads | Whiteside-Seo