Archive for the ‘Wirtschaft’ Category

Wasser wird das Öl der Zukunft sein

Ein immer aktuelles Thema ist der große Bereich des Energiesparens, des Ernergieverbrauchs und der neuen Energien. Wasser zum Beispiel ist zum einen in Form der Wasserkraft bereits in vielen Ländern der Erde ein stark genutzter Energielieferant, in Form von Trinkwasser ist es allerdings auch jetzt schon in nicht wenigen Ländern der Erde knapp. Grundsätzlich handelt es sich zwar beim Wasser um ein endliches Gut, aber es steht in Form der Meere und Flüsse eigentlich zur Genüge zur Verfügung. Das Problem besteht darin, dass man Meerwasser nicht als Trinkwasser nutzen kann, sondern durch derzeit noch sehr teure Filteranlagen muss das Wasser erst aufbereitet werden, damit man es trinken kann. Experten sagen voraus, dass das Wasser (Trinkwasser) bis zum Ende dieses Jahrhunderts das Öl als begehrtesten „Rohstoff“ (neben Gold) ablösen wird. Es werden sogar Horror-Szenarien aufgezeichnet, in denen ganze Kriege nur um Wasser geführt werden. Wenn man sich diese Tatsachen einmal bewusst macht, ist es umso erschreckender, wie sorglos im Allgemeinen immer noch mit dem Trinkwasser umgegangen wird bzw. man kann hier mitunter nur noch von purer Verschwendung sprechen.

Dazu passt eine jetzt vom der WWF veröffentlichte Studie, dass alleine jeder Bundesbürger im Schnitt an einem einzigen Tage eine Wassermenge, wohl gemerkt Trinkwasser, verbraucht, mit der man 25 Badewannen füllen könnte. Es ist hier also von einem Verbrauch von 5.300 Litern pro Kopf die Rede, und das an einem einzigen Tag. Somit verbrauchen die Deutschen bei Rund 82 Millionen Einwohnern die unglaubliche Zahl von 434 Milliarden Liter Wasser am Tag, in Zahlen: 434.600.000.000 Liter. Wenn man diese Zahl auf ein Jahr umrechnet, so werden knapp 160 Milliarden Kubikmeter Wasser im Jahr verbraucht, was in etwa dem dreifachen Inhalt des Bodensees entsprechen würde. Nun wird sicherlich jeder Bürger sagen, er brauche niemals 5.300 Liter Wasser am Tag. Dazu muss man sagen, dass nicht nur das genutzte Trinkwasser zum Trinken, zur Körperpflege, zum Waschen oder zum Wasser erhitzen mit in die Statistik fällt, sondern auch das so genannte „virtuelle Wasser“. Dabei handelt es sich um Wasser, welches von der Industrie zur Produktion und Einfuhr von Gütern benötigt wird. Positiv ist zu erwähnen, dass sich der direkte Wasserverbrauch in Form von Wasser zum Trinken oder zum Duschen, in den letzten Jahren reduziert hat und in etwa bei 124 Liter pro Tag und Person liegt.

Bei diesen Größenverhältnissen ist es also in erster Linie die Aufgabe der Industrie, neue Möglichkeiten zu finden, um die enormen Mengen an Wasser zu reduzieren, am besten sehr deutlich. Aber auch der Einzelne kann zur Reduzierung des Wasserverbrauchs beitragen, denn immerhin sind auch 10 gesparte Liter am Tag im Privathaushalt insgesamt pro Tag 820 Millionen gesparte Liter in Deutschland.

Quelle: http://www.rp-online.de/public/article/wirtschaft/news/740215/Deutsche-verbrauchen-taeglich-25-Badewannen-Wasser.html

Microsoft und Yahoo gründen eine Allianz

Schon seit längerer Zeit versuchten Microsoft und Yahoo eine Partnerschaft zu gründen, um im Bereich der Internet-Suchmaschinen dem Marktführer Google Marktanteile weg zu nehmen. Nun wurde die Zusammenarbeit und strategische Allianz aber letztendlich auch besiegelt. Für Yahoo könnte dieser „Deal“ allerdings auch Nachteile haben, vor allen Dingen dann, wenn der erhoffte Erfolg nicht eintreten sollte. Yahoo muss zum Beispiels eine eigene Suchmaschine aufgeben, da in Zukunft die Suchmaschine „Bing“ von Microsoft genutzt werden soll. Ganz perfekt ist der Deal übrigens noch nicht, weil die US-Kartellbehörden noch zustimmten müssen. Aufgrund der bisherigen „Übermacht“ von Google im Bereich der Suchmaschinen dürfte hier allerdings kein größerer Widerstand zu erwarten sein. Der gesamte Vorgang, also der Zusammenschluss von Microsoft und Yahoo im genannten Bereich, soll innerhalb von zwei Jahren erfolgen. Durch diese Allianz ist der Markt im Bereich Suchmaschinen zumindest in den USA nahezu völlig zwischen Google und der neuen Allianz aufgeteilt. Bisher verfügen Yahoo und Microsoft zusammen über einen Marktanteil von knapp 30 Prozent, während Google bei rund 65 Prozent liegt. In Deutschland liegt der Marktanteil von Google sogar bei knapp 80 Prozent (Erhebung der Nielsen Media Research bei exakt 78,7 Prozent).

Ob sich der erhoffte Erfolg der Allianz Yahoo und Microsoft auf Dauer einstellen wird, bleibt abzuwarten. Als sicher gilt zumindest, dass das Angebot von Microsoft/Yahoo nun für Anzeigenkunden deutlich interessanter werden soll. Ob allerdings auch der Verbraucher seine Gewohnheiten umstellen wird, ist doch im Allgemeinen sehr kritisch zu bewerten. Google ist in den meisten Ländern, gerade auch in Deutschland mit einem Marktanteil von über 75 Prozent, nicht nur eine Suchmaschine, sondern vielfach bereits DAS Synonym für das Suchen im Internet an sich. Wenn man sich zum Beispiel mit Bekannten darüber unterhält, wo man etwas im Internet suchen und finden kann, dann wird selten gesagt „Ich suche mal eben im Internet“, sondern oftmals lautet die Aussage dann „Ich google mal eben“. Das Wort der „Suche“ wird also schon vielfach durch „Google“ ersetzt. Diesen Effekt sollte man nicht unterstützen, denn für den Privatnutzer besteht zunächst einmal überhaupt kein Anlass, von Google nach Yahoo/Microsoft zu wechseln. Was man gewohnt ist und was gut funktioniert – warum sollte man das ändern? Wenn man die Allianz also insgesamt bewerten möchte, dann ist es vielleicht sogar der einzig mögliche Weg, wie man dem Branchenprimus Google überhaupt Marktanteile abnehmen könnte. Wichtig wird für Yahoo / Microsoft sein, dass man überzeugende Innovationen im Bereich der Suchmaschine entwickelt, denn ein reines „kopieren“ von Google wird sicherlich nicht zum gewünschten Erfolg führen.

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BayernLB in Spendierlaune

Gestern wurde bekannt, dass die angeschlagene Landesbank Bayern (BayernLB) bzw. dessen Vorstand den Mitarbeitern gerne für das laufende Geschäftsjahr am Ende des Jahres einen Bonus zahlen möchte. Ein Arbeitgeber, der seinen Mitarbeitern freiwillig einen Bonus zahlt – das hört man heutzutage eher selten. Sicherlich wäre diese Maßnahme auch begrüßenswert, wenn nicht eben diese BayernLB nur noch aufgrund einer Finanzspritze des Bundeslandes Bayern in Höhe von 10 Milliarden Euro aus dem letzten Jahr existieren würde. Man erzielt also im vergangenen Jahr einen Verlust von rund fünf Milliarden Euro, bekommt dann als Rettung vom Freistaat Bayern ein „Geschenk“ von 10 Milliarden Euro und zusätzlich noch eine weitere Bürgschaft über knapp fünf Milliarden Euro und spendiert Teile dieses Geldes indirekt an die Mitarbeiter? Irgendjemand hat hier einen gewaltigen Fehler im logischen Denken, was auch viele Politiker sofort erkannt haben und scharfe Kritik an diesem Vorhaben geäußert haben. Eigentlich lernt man es schon im Kindergarten: Wer viele Äpfel geerntet hat, mehr als erwartet, kann auch mal einen Apfel verschenken. Die BayernLB verschenkt allerdings mit dem Bonus Äpfel, die nicht nur nicht vorhanden sind, sondern die man sich vom Steuerzahler geliehen hat.

Es findet also quasi einen Umverteilung statt: Der Steuerzahler muss zahlen, die Mitarbeiter der BayernLB bekommen den Bonus. Vielen Bürgern war sicherlich bisher nicht bekannt, dass sie das Gehalt der Mitarbeiter einer Bank zahlen, aber es scheint durchaus so zu sein. Der Vorstand der BayernLB verteidigt sein Vorhaben übrigens damit, – wie sollte es auch anders sein, denn Einsicht kommt im Vokabular von manchen Vorständen schon lange nicht mehr vor – dass man die Mitarbeiter motivieren müsse und nicht schon im zweiten Jahr in Folge auf Bonuszahlungen als Anteil des Gesamteinkommens verzichten könne. Motivationshilfe? Dieser Begriff erscheint etwas paradox, wenn man bedenkt, dass die Mitarbeiter der BayernLB sich ohne die staatlichen Hilfen bereits seit Monaten alle um einen neuen Job hätten kümmern müssen, den garantiert viele noch nicht gefunden hätten. Ist es heute nicht mehr genug Motivation, noch einen ohnehin sehr gut bezahlten Job zu haben? Oder sind die „Mitarbeiter“ nur ein Vorwand, denn auch der Vorstand zählt natürlich zu den Mitarbeitern, und dessen Bonus dürfte nicht gerade gering sein. Alles in allem reiht sich diese geplante Aktion der BayernLB in die Unglaublichkeiten der jüngsten Vergangenheit ein. Ex-Vorstände, die ihr Unternehmen in den Ruin getrieben haben, erhalten Abfindungen in Millionen-Höhe oder Bonuszahlungen, Banken entlassen trotz massiver Gewinne Mitarbeiter, und jetzt werden eben Boni vom Geld des Steuerzahlers an Mitarbeiter ausgeschüttet – was solls auch, auf die paar Milliarden Staatsschulden mehr oder weniger kommt es doch nicht mehr an, oder (Ironie) ?!

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