Facebook erwirbt Friendfeed

Der Anbieter im Bereich Social Network, Facebook, hat die Übernahme von Friendfeed bekannt gegeben. Nach der erst kürzlich veröffentlichten Zusammenarbeit zwischen Microsoft und Yahoo wird nun ein weiterer „Angriff“ auf Google gestartet. Facebook ist der weltweit größte Anbieter im Bereich Social Network und hat unter anderem zum Ziel, eine Suche im Internet ohne jegliche zeitliche Verzögerung anzubieten. Über das so genannte „twittern“ sollen die Nutzer der Suchmaschine von Facebook im Grunde schon aktuelle Nachrichten abrufen können, bevor diese im Fernsehen, Radio oder auch über die Suchmaschine von Google zu finden sind. Facebook möchte also das relativ neue Gebiet des so genannten „Real Time Web“ erschließen. Derzeit kann Facebook bereits eine Nutzerzahl von über 250 Millionen Menschen verbuchen. Diese Zahl soll sich natürlich nochmals erhöhen, auch wenn es auf den ersten Blick ein größeres Rätsel zu sein scheint, warum dann Facebook gerade Friendfeed übernommen hat, die gerade einmal eine Nutzerzahl von rund einer Millionen Usern haben.

Was Friendfeed allerdings auszeichnet ist, dass das Real Time Web dort schon jetzt Realität ist. Zwar findet dieses in einem begrenzten und kleinen Rahmen statt, aber dennoch kann das durch den Zusammenschluss mit Facebook natürlich eine hervorragende Basis zum Ausbau für Facebook darstellen. Es stellt sich natürlich die Frage, ob es unbedingt notwendig ist, dass man eine Nachricht bereits wenige Minuten nach dem Geschehen des jeweiligen Ereignisses abrufen können muss. Muss der „normale User“ wirklich schon nach einigen Minuten wissen, dass sich gerade in Japan ein Erdbeben ereignet hat? Oder reicht es nicht aus, wenn man dieses im Rahmen der Abendnachrichten erfährt? Die Antwort scheint eindeutig, wenn man sich nur die enormen Wachstumszahlen von „Twitter“ anschaut. Hier werden Kurznachrichten mit nahezu Sekunden-Aktualität verbreitet und anscheinend ist es wirklich so, dass viele Nutzer einfach so früh es nur möglich ist über neue Ereignisse informiert sein möchten. Vor diesem Hintergrund kann aus dem Plan von Facebook vielleicht eine „richtig große Sache“ werden.

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