Ein Traum von Bundeskanzler – Horst Schlämmer HSP

In das Rennen um das Bundeskanzleramt greift nun neben Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier noch ein dritter Kandidat ein, nämlich Horst Schlämmer. Leider nicht im echten Leben, sondern nur in einem Kinofilm. Der beliebte Schauspieler und Komiker Hape Kerkeling, auch bekannt als Ex-Chefredaktuer vom Grevenbroicher Tagesblatt, Horst Schlämmer, wird demnächst in einem Kinofilm als Bundeskanzler für seine Partie HSP (Horst Schlämmer Partei) in den Wahlkampf eintreten. Manche Bürger denken derzeit sogar, was sicherlich vom Künstler nicht ganz unbeabsichtigt ist, Horst Schlämmer würde wirklich, also im realen Leben, als Bundeskanzler kandidieren. Nicht wenige Bürger würde dann sicherlich den Verwandlungskünstler wählen, vielleicht wäre sogar eine absolute Mehrheit der Partei drin. Auch das Wahlprogramm trägt sicherlich dazu bei, dass viele Bürger der HSP ihre Stimme geben würden. Es besteht in erster Linie aus sechs Kernpunkten, nämlich Die Gratis-Nutzung der Sonnenbank für alle Bürger, die Abschaffung der Verkehrssünder-Kartei in Flensburg, zudem soll überall, wo Horst Schlämmer sich aufhält, das Rauchverbot abgeschafft werden. Desweiteren sollen alle Schönheitsoperationen von der gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt werden, das Wahlalter wird auf ein Alter von 12 Jahren gesenkt und der Bundeshase wird als neues Wappen für den Deutschen Bundestag eingeführt.

Nach einer aktuellen Umfrage von Bild.de liegt Horst Schlämmer mit einer unglaublichen Mehrheit von 82 Prozent vor der aktuellen Bundeskanzlerin, die auf Rang zwei mit nur 11 Prozent liegt. Frank-Walter Steinmeier ist abgeschlagen mit 7 Prozent auf dem letzten Platz. Was neben der Feststellung, dass es natürlich sehr schade ist, dass die Kandidatur von Horst Schlämmer nur im Kino stattfinden wird ist, festzustellen ist, ist dass der Entertainer mal wieder genau den Nerv der Menschen getroffen hat und ein aktuelles Thema amüsant darstellt. Sicherlich würde uns in Deutschland ohnehin ein bisschen mehr Spaß am und mit dem Wahlkampf nicht schaden, man muss nur über „den großen Teich“ schauen, mit welcher Euphorie und Begeisterung, auch und gerade bei den Bürgern, ein Wahlkampf von Obama geführt worden ist. Hierzulande hört man eigentlich sehr wenig in der Richtung, von Frau Merkel ist wahlkampfmäßig im TV im Grunde fast gar nichts zu hören. Somit ist es sicherlich nur von Vorteil, dass das Thema Politik und Bundeskanzler-Wahl von Horst Schlämmer etwas aufgelockert wird, zumindest auf „der Bühne“.

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Kampf gegen das „böse“ Internet

Bundesfamilienministerin Frau von der Leyen hat sich zum wiederholten Male gegen den „rechtsfreien Chaosraum“ Internet ausgesprochen und dass man nun endlich Maßnahmen ergreifen müsse, um der dort vorherrschenden Gewalt, Brutalität und für den Nutzer zugänglichen illegalen Seiten mit sexuellem Inhalt Einhalt zu gebieten. Dieses Vorhaben ist an sich wahrscheinlich sogar lobenswert, allerdings dürfte es kaum zu realisieren sein, schon alleine aus rechtlichen Gründen. Schon jetzt werden zum Beispiel auf russischen Internetseiten kostenlos die neuesten Kinofilme zum Ansehen angeboten, und obwohl dieses bekannt ist, hat man hierzulande gar nicht die rechtlichen Mittel, solche Seiten zu verbieten. Bei Webseiten, die als pornografisch oder Gewalt verherrlichend angesehen werden, sieht es ähnlich aus. Es ist sicherlich auch richtig, gegen Webseiten vorzugehen, die Kinderpornos oder ähnliche „Schweinereien“ darstellen, aber man darf auch nicht grundsätzlich das Recht auf freie Meinungsäußerung beschneiden, wie es bei manch anderen Internetseiten angedacht wäre. Grundsätzlich sollte man den Bürger schon noch als mündig ansehen, dass er selber entscheiden kann, was er sich im Internet anschaut und was er wie bewertet, immer vorausgesetzt, es handelt sich um keine illegalen Angebote. Die Kinder kann man heute bereits größtenteils insoweit schützen, dass bestimmte Internetseiten gesperrt werden, nur dieses muss Zuhause individuell in der Verantwortung der Eltern erfolgen, und nicht vom Staat geregelt werden.

Wenn Frau von der Leyen das Internet als eine Art von rechtsfreien Raum bezeichnet, wo man ohne Grenzen beleidigen könne, so ist dieses übrigens nicht einmal richtig. Im Internet gelten mittlerweile zum Beispiel im Hinblick auf Beleidigungen die gleichen Gesetzte, wie in der „realen“ Welt. Wer also eine Person in einem Chat zu Beispiel als „dumme Sau“ bezeichnet, muss mit einer Klage rechnen und kann natürlich bei entsprechender Beweislage auch zur Zahlung eines Bußgeldes verurteilt werden. So rechtsfrei ist das Internet also nicht in allen Bereichen, wie es manchmal gerne dargestellt wird, man muss eben nur die jeweiligen Recht und Bedingungen kennen. Davon abgesehen, dass der Vorschlag hinsichtlich einer staatlichen Kontrolle sicherlich einen negativen Beigeschmack hat, da ohnehin in vielen Bereichen schon viel zu viel kontrolliert wird, stellt sich auch die Frage, wer diese Kontrolle in der Praxis übernehmen soll und wie diese aus technischer Sicht genau funktionieren soll. Wie schon gesagt, die Bundesregierung wird aus heutiger Sicht nicht verhindern können, dass zum Beispiel ein Webseitenbetreiber aus Russland „unschöne“ Dinge auf seiner Homepage verbreitet. Zur Klarstellung: Es steht außer Frage, dass man gegen illegale Machenschaften im Internet auf scharfe Weise vorgehen muss. Nur droht durch eine allgemeine Kontrolle eine Vereinheitlichung, die sicherlich so nicht gewollt sein kann und auch nicht durchgeführt werden sollte, sonst ist ganz schnell wieder vom „Überwachungsstaat“ die Rede.

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Unternehmen vernichten weltweit Millionen von Jobs

Eine deutlich spürbare Auswirkung hat die Wirtschafts- und Finanzkrise bereits jetzt gezeigt, nämlich dass immer mehr Unternehmen dazu übergehen, massiven Abbau von Arbeitsplätzen zu betreiben. Es kann dabei auch nicht ausgeschlossen werden, dass nicht wenige Unternehmen gerade diese Krise zum Anlass nehmen, „endlich“ die Anzahl der Mitarbeiter zu reduzieren, auch wenn dieses aus wirtschaftlicher Sicht gar nicht notwendig wäre, die Existenz des Unternehmens also in keinster Weise gefährdet wäre. Sicherlich ist es für viele Verbraucher daher ganz interessant zu wissen, welche Unternehmen weltweit betrachtet im Jahre 2009 die meisten Arbeitsplätze und somit die Jobs vernichten. Die betroffenen Arbeitnehmer haben leider nur selten eine Möglichkeit, sich gegen den Wegfall ihres Arbeitsplatzes zur Wehr zu setzen. Die Verbraucher können sich allerdings mitunter insoweit solidarisch zeigen, dass sie auf andere Produkte zurückgreifen, denn aufgrund der Konkurrenz am Markt stehen glücklicherweise in der Regel für ein Produkt und eine Dienstleistung verschiedene Anbieter zur Verfügung.

Auf dem letzten Platz dieser „Hitliste“ der Top-30 Unternehmen beim Stellenabbau liegt der US-Konzern Starbucks, wobei der „letzte Platz“ in diesem Fall ausnahmsweise positiv ist. Der Cafehaus-Betreiber wird in diesem Jahr insgesamt rund 6.700 Stellen abbauen, und das trotz einer Gewinnsteigerung im letzten Quartal. Da sicherlich vor allen Dingen die Top-Ten Plätze dieser unrühmlichen Hitliste interessieren, sollen die Plätze 29-11 in absteigender Reihenfolge nur kurz namentlich erwähnt werden: Macy’s, ING Group, Home Depot, Hitachi, HSBC, IBM, TDK, Sprint Nextel, Schaeffler, Pfizer, UBS, Pioneer, Boeing, United Technologies, PSA Peugeot Citroen, Royal Bank of Scotland (RBS), J.P. Morgan, Panasonic und Metro. Auf den ersten Blick fällt hier auf, dass besonders Unternehmen aus den USA massiv Stellen abbauen, was aber natürlich auch daran liegt, dass in den Vereinigten Staaten viele Weltfirmen ansässig sind. Bei der „höchstrangigen“ deutschen Firma, der Metro AG, sollen übrigens rund 15.000 Stellen nur in diesem Jahr gestrichen werden, was dem Unternehmen Platz 11 „einbringt“.

Auf dem 10. Platz der „Jobvernichter-Rangliste“ befindet sich die British Telecom. Auch hier sollen rund 15.000 Stellen gestrichen werden, wobei man noch dazu sagen muss, dass das Unternehmen bereits im letzten Jahr (2008) schon 15.000 Jobs vernichtet hat. Auf den Plätzen 9-6 folgen die Unternehmen Alcoa mit einem Stellenabbau in 2009 von ebenfalls 15.000 Arbeitsplätzen, Merck mit ca. 16.000 Arbeitsplätzen, der US-Minenkonzern Anglo American mit rund 19.000 Stellen und auf Platz sechs befindet sich der Autobauer Nissan mit einem geplanten Abbau von rund 20.000 Arbeitsplätzen. Den fünften Platz belegt der japanische Elektronik Konzern NEC, der trotz einem erwarteten positiven Ergebnis für 2009 insgesamt rund 20.000 Stellen streichen will – aus Laiensicht sicherlich völlig unverständlich. Zwischen 20.000 und 25.000 Stellen muss/möchte der Hersteller von Nutzfahrzeugen, Caterpillar, abbauen. Das Unternehmen, welches auf den dritten Platz der Rangliste kommt, ist hierzulande sicherlich relativ unbekannt. Es handelt sich um den zweitgrößten Elektronikhändler aus den Vereinigten Staaten, Circuit City. Das Unternehmen wird 2009 aufgrund seiner Insolvenz alle 30.000 Mitarbeiter entlassen müssen. Dafür finden wir auf dem zweiten Platz einen „guten alten Bekannten“ wider, nämlich den Automobilbauer GM (General Motors). Hier kostet die offensichtliche Inkompetenz einiger Manager rund 47.000 Menschen ihren Job. Der erste Platz ist sicherlich eine ziemliche Überraschung. Diese belegt keine Bank oder kein Automobilkonzern, sondern die russische Eisenbahn. Von den insgesamt 1,2 Millionen Mitarbeitern müssen in diesem Jahr rund 54.000 ihren „Hut nehmen“.

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