Unternehmen vernichten weltweit Millionen von Jobs
Eine deutlich spürbare Auswirkung hat die Wirtschafts- und Finanzkrise bereits jetzt gezeigt, nämlich dass immer mehr Unternehmen dazu übergehen, massiven Abbau von Arbeitsplätzen zu betreiben. Es kann dabei auch nicht ausgeschlossen werden, dass nicht wenige Unternehmen gerade diese Krise zum Anlass nehmen, „endlich“ die Anzahl der Mitarbeiter zu reduzieren, auch wenn dieses aus wirtschaftlicher Sicht gar nicht notwendig wäre, die Existenz des Unternehmens also in keinster Weise gefährdet wäre. Sicherlich ist es für viele Verbraucher daher ganz interessant zu wissen, welche Unternehmen weltweit betrachtet im Jahre 2009 die meisten Arbeitsplätze und somit die Jobs vernichten. Die betroffenen Arbeitnehmer haben leider nur selten eine Möglichkeit, sich gegen den Wegfall ihres Arbeitsplatzes zur Wehr zu setzen. Die Verbraucher können sich allerdings mitunter insoweit solidarisch zeigen, dass sie auf andere Produkte zurückgreifen, denn aufgrund der Konkurrenz am Markt stehen glücklicherweise in der Regel für ein Produkt und eine Dienstleistung verschiedene Anbieter zur Verfügung.
Auf dem letzten Platz dieser „Hitliste“ der Top-30 Unternehmen beim Stellenabbau liegt der US-Konzern Starbucks, wobei der „letzte Platz“ in diesem Fall ausnahmsweise positiv ist. Der Cafehaus-Betreiber wird in diesem Jahr insgesamt rund 6.700 Stellen abbauen, und das trotz einer Gewinnsteigerung im letzten Quartal. Da sicherlich vor allen Dingen die Top-Ten Plätze dieser unrühmlichen Hitliste interessieren, sollen die Plätze 29-11 in absteigender Reihenfolge nur kurz namentlich erwähnt werden: Macy’s, ING Group, Home Depot, Hitachi, HSBC, IBM, TDK, Sprint Nextel, Schaeffler, Pfizer, UBS, Pioneer, Boeing, United Technologies, PSA Peugeot Citroen, Royal Bank of Scotland (RBS), J.P. Morgan, Panasonic und Metro. Auf den ersten Blick fällt hier auf, dass besonders Unternehmen aus den USA massiv Stellen abbauen, was aber natürlich auch daran liegt, dass in den Vereinigten Staaten viele Weltfirmen ansässig sind. Bei der „höchstrangigen“ deutschen Firma, der Metro AG, sollen übrigens rund 15.000 Stellen nur in diesem Jahr gestrichen werden, was dem Unternehmen Platz 11 „einbringt“.
Auf dem 10. Platz der „Jobvernichter-Rangliste“ befindet sich die British Telecom. Auch hier sollen rund 15.000 Stellen gestrichen werden, wobei man noch dazu sagen muss, dass das Unternehmen bereits im letzten Jahr (2008) schon 15.000 Jobs vernichtet hat. Auf den Plätzen 9-6 folgen die Unternehmen Alcoa mit einem Stellenabbau in 2009 von ebenfalls 15.000 Arbeitsplätzen, Merck mit ca. 16.000 Arbeitsplätzen, der US-Minenkonzern Anglo American mit rund 19.000 Stellen und auf Platz sechs befindet sich der Autobauer Nissan mit einem geplanten Abbau von rund 20.000 Arbeitsplätzen. Den fünften Platz belegt der japanische Elektronik Konzern NEC, der trotz einem erwarteten positiven Ergebnis für 2009 insgesamt rund 20.000 Stellen streichen will – aus Laiensicht sicherlich völlig unverständlich. Zwischen 20.000 und 25.000 Stellen muss/möchte der Hersteller von Nutzfahrzeugen, Caterpillar, abbauen. Das Unternehmen, welches auf den dritten Platz der Rangliste kommt, ist hierzulande sicherlich relativ unbekannt. Es handelt sich um den zweitgrößten Elektronikhändler aus den Vereinigten Staaten, Circuit City. Das Unternehmen wird 2009 aufgrund seiner Insolvenz alle 30.000 Mitarbeiter entlassen müssen. Dafür finden wir auf dem zweiten Platz einen „guten alten Bekannten“ wider, nämlich den Automobilbauer GM (General Motors). Hier kostet die offensichtliche Inkompetenz einiger Manager rund 47.000 Menschen ihren Job. Der erste Platz ist sicherlich eine ziemliche Überraschung. Diese belegt keine Bank oder kein Automobilkonzern, sondern die russische Eisenbahn. Von den insgesamt 1,2 Millionen Mitarbeitern müssen in diesem Jahr rund 54.000 ihren „Hut nehmen“.
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